Tradition in die Zukunft tragen
Nicht nur traditionell, sondern dankbar und kreativ, so feiern die Kolpingsfamilien bundesweit, weltweit in über 60 Länder der Erde die Besinnung und Erinnerung auf den Verbandsgründer Adolph Kolping.

Eine starkes Bekenntnis zu einem Sozialreformer, der bis heute seine Spuren hinterlässt und Vorbild auch in unseren momentanen, schwierigen Zeiten ist. Ein Christ. Diese Tradition in die Zukunft tragen ist trotz aller modernen Medien und technischen Möglichkeiten Aufgabe in Verpflichtung. Zukunft für alle Generationen verständlich planen und gestalten, das muss im Vordergrund stehen. Die Kolpingsfamilie der Montfortstadt Tettnang begeht diesen Tag stets am 2. Advent in der St. Gallus Kirche, dem Sonntag, der dem Todestag von Adolph Kolping am 04. Dezember folgt.

Unser Präses, Herr Pfarrer Riedle, leitet den Tag mit einem Gottesdienst ein. Gebete und Gedanken lassen die beachtliche Lebensleistung von Kolping aufleben. Das Banner und die Kerze im Kirchenraum verdeutlichen die Verehrung dieses Mannes, die Achtung vor seinem Werk. Das hohe, ehrenamtliche Engagement in dieser weltweiten Vereinigung macht deutlich, lernen, bilden, arbeiten, Freude verbreiten und die Mitmenschen zu achten ist Programm.

Nicht umsonst haben die Bildungseinrichtungen so viel Zuspruch und Erfolg bei den jungen Menschen.
Die Tettnanger Kolpinggeschwister wissen das zu würdigen in vielfacher Weise.
Ehrenamt ist hier angesagt. Und da wird unsere familiäre Vereinigung nicht nachlassen.

Es darf auch gefeiert werden. Nach dem Gottesdienst wurde bei der Begegnung im Gemeindezentrum St. Gallus von den Kolping- Geschwistern Weißwurst, Zopfbrot und Brezeln mit Butter und Marmelade mit Kaffee und weiteren Getränken serviert. Insbesondere geht es aber um Friede, Freude, ins Gespräch kommen, einfach beieinander zu sein. Die Ehrungen werden vorgenommen. Kolping Tettnang ist nunmehr 157 Jahre alt und da kommt es dann schon mal vor, dass ein Mitglied vor 80 Jahren in die Vereinigung eingetreten ist. So wird Walter Martin geehrt. Ein Urgestein, ein Vorbild, ein Handwerker. Sehr viel Menschlichkeit geht von dieser Person aus. Wir sind Walter dankbar für diese Treue.

Sieben weitere Jubilare durften geehrt werden: Josef Hellmann 25 Jahre, Hannelore Hanschur 25 Jahre, Eberhard Rapel 50 Jahre, Paul Schreiber 60 Jahre, Bruno Ruetz 65 Jahre, Alfred Kramer 70 Jahre, Siegfried Maier 70 Jahre. Bei guten Gesprächen und in geselliger Runde klang dieser Ehrentag, bei vollem Hause aus.